Vom Rauchzeichen zum Infodienst per SMS

Kaum eine Geschichte ist wohl faszinierender als die Entwicklung der menschlichen Kommunikation und ihrer Technologien. Vielleicht, weil der Wunsch nach Informationsaustausch eines der tiefsten Bedürfnisse des Menschen ist.

So haben sich schon in den frühesten Anfängen der Menschheitsgeschichte archaische Formen der Nachrichtenübertragung entwickelt. Ein Feuer, das abwechselnd mit feuchter Bedeckung und trockenem Laub behandelt wurde, sandte Rauchzeichen als entschlüsselbare Signale aus.Später waren es Hyroglyphen, eingekerbt auf steinernem Untergrund, die ihre Botschaften für die Nachwelt fest hielten. Die Lebenden informierten sich noch bis ins späte Mittelalter per Mund zu Mund über Neuigkeiten und alte Geschichten. Bis ins späte Mittelalter war jener „Buschfunk“ die wichtigste Nachrichtenquelle. Erzählungen, die über Jahrhunderte mündlich weitergegeben und nach Kräften ausgeschmückt wurden, lieferten das Fundament für unseren großen Schatz an Sagen, Märchen und Legenden.

Dabei wurde das Papier als erstes bewegliches Medium für Informationen bereits 3.000 v.Chr. mit der ersten Papyrus-Rolle erfunden. Doch die geschriebene Information war Machthabern und Gelehrten von Staat und Kirche vorbehalten. In Klosterbibliotheken oder Schloßarchiven blieben die Unikate oder handschriftliche Kopien verschlossen. Erst im Jahre 1455, als dem Mainzer Johannes Gutenberg, der Bau einer Druckerpresse gelang, kam es zu einer Revolution in der abendländischen Mediengeschichte. Vervielfältigte Schriftstücke entwickelten sich allmählich zum Medium der Nachrichtenverbreitung, was zwangsläufig auch die Alphabetisierung der Bevölkerung nach sich zog. Auch die schriftlichen Depeschen waren nun nicht mehr Königen oder Kirchenfürsten vorbehalten. Die Postkutsche für jedermann war sozusagen das erste Massenkommunikationsmittel, denn sie brachte auch amtliche Nachrichten von Ort zu Ort. Die erste Tageszeitung erschien im Juli 1650 in Leipzig und hielt sich knapp dreihundert Jahre als wichtigstes Nachrichtenmedium. Als Ende des 19. Jahrhunderts die Telegrafie erfunden wurde, sorgten Telegrafenämter in aller Welt bald für die Internationalisierung der lokalen Tagespresse. Mit der Erfindung des Telefons begann dann endgültig die rasante Entwicklung der modernen Kommunikationstechnologien und brachte mit jeder neuen Errungenschaft auch eine tiefgreifende Veränderung des Alltagslebens mit sich.

Angefangen mit der Erfindung des Radios, das sich von seiner Geburt um 1910 zum millionenfach verkauften „Volksempfänger“ der Dreißiger Jahre entwickelte. Zeitgleich wurde mit der Erfindung des Films das Kino zum Nachrichtenvermittler, bis es nach wenigen Jahrzehnten in dieser Funktion vom Fernseher abgelöst wurde. Wieder nur wenige Jahrzehnte später revolutionierte die Satellitentechnik die herkömmliche Fernsehübertragung. Sie erweiterte nicht nur das bisherige Programm-Spektrum sondern ermöglichte auch die mobile Funkkommunikation für jedermann und war eine entscheidende Voraussetzung für die nächste bahnbrechende Erfindung: Das Internet, die Technologie des neuen Jahrtausends wurde 1991 von dem damals Fünfunddreißigjährigen Physiker Tim Berners-Lee erfunden.

Mit dem World Wide Web ist nicht nur eine große technische Revolution gelungen, sondern auch eine tiefgreifende Veränderung im bisherigen Umgang mit News und Nachrichten aus aller Welt. Nie zuvor gab es eine vergleichbare Informationsvielfalt, auf die jeder User selbstbestimmt zugreifen konnte. Selbst die Wartezeit auf die aktuellsten News schrumpft auf Null zusammen, wenn man sich den Infodienst gleich auf’s Handy lädt. Begleiterscheinung des ultraliberalen Umgangs mit den News der Welt ist die täglich wachsende Informationsflut im Netz. So werben verzweifelte Informationsportale, in ihrer Sorge nicht mehr gefunden zu werden, schon wieder mit Namen wie „Rauchzeichen“.

Internetdienste, die tägliche News sinnvoll bündeln, werden deshalb immer wertvoller. Eine Anforderung, der sich domain.de stellt. Wir bringen die vorhandene Nachrichtenflut für Sie in eine übersichtliche Struktur und in zeitökonomische Formate. So können Sie sich ganz entspannt auf das Wesentliche konzentrieren.

Patrick O. Hewer - Patrick - Hewer